Velocity allein verschleiert Risiken. Ergänze Durchlaufzeit, Flow‑Effizienz, Stabilitätsmetriken in der Produktion und Support‑Eskalationen. Wenn Durchlaufzeit steigt, obwohl Aufwand konstant ist, blockiert Überlast den Fluss. Dann hilft nicht mehr Druck, sondern weniger parallel begonnene Arbeit und bessere Schnittstellen.
Achte auf Formulierungen wie „Ich kann nichts fertigstellen“, „Meetings fressen meine Zeit“ oder „Ich habe kaum Energie“. Häufige Unterbrechungen, unklare Verantwortungen und permanente Firefights deuten auf fehlende Puffer und eine Kadenz hin, die eher reaktiv als gestaltend funktioniert.
Kurze, anonyme Stimmungs‑Checks am Sprintende, ergänzt um freiwillige Kommentarfragen, zeigen Trends ohne Rechtfertigungszwang. Wichtig ist, Ergebnisse nicht zur Kontrolle zu missbrauchen, sondern gemeinsam Maßnahmen abzuleiten: Prioritäten klären, Last reduzieren, Rituale vereinfachen, und Pausen konsequent einplanen.
Einwöchige Sprints fördern schnelles Feedback, erfordern jedoch schlanke Entscheidungen und starke Automatisierung. Zwei bis drei Wochen geben Raum für Entdeckungsarbeit und Tests. Länge ist weniger Ideologie als Passung: Entscheidend bleibt eine wiederholbare Abfolge, die Qualität und Erholung gleichermaßen schützt.
Starte mit Netto‑Zeit statt Kalenderstunden. Ziehe feste Meetings, Supportfenster, Feiertage und Erholungszeiten ab. Schätze gemeinsam, reserviere Lern‑Kontingente, und begrenze parallele Arbeit. So wird Verbindlichkeit realistisch, Überraschungen seltener, und der Druck, Lücken mit Überstunden zu füllen, deutlich kleiner.
All Rights Reserved.