Wenn Teams nach reiner Ticketanzahl bewertet werden, zerlegen sie Arbeit künstlich, vernachlässigen Qualität und erhöhen Übergaben. Die Zahlen steigen, der Nutzen sinkt. Besser sind Kennzahlensets, die Fluss und Ergebnisqualität gemeinsam adressieren. Regelmäßige Retro-Gespräche prüfen, ob Metriken verfolgt oder missbraucht werden. Transparente Ziele, gekoppelt an Experimente, verhindern Gaming. So dienen Metriken als Navigationshilfe, nicht als Waffe. Dadurch bleiben Vertrauen, Verantwortung und Wirkungsorientierung intakt, und Verbesserungen werden stabil statt hektisch und kurzlebig.
Story Points sind Schätzwerte, kein Leistungsmaß. Individuelle Rankings zerstören Zusammenarbeit, weil sie Vergleich statt Kooperation erzeugen. Auf Teamebene helfen sie, Umfang zu strukturieren; darüber hinaus verlieren sie Aussagekraft. Besser ist die Konzentration auf Zykluszeit, Durchsatz und Qualität. Wenn Messung primär dazu dient, Engpässe zu sehen und Experimente zu bewerten, entsteht gesundes Verhalten von alleine. Das Ergebnis: Stabiler Fluss, weniger Druck, höhere Verlässlichkeit und eine Kultur, die Lernen und gemeinsames Liefern belohnt.
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